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Für Tills Shadowrun-Runde oder alle die noch folgen.

Moderator: Till

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Beitragvon Peter » Mi 11. Jan 2012, 16:56

Besenreine Übergabe

Kapitel 1 – Prolog

Sonntag, 12.08.2057 18.00 Uhr ff

Das Seattler Wetter verkneift sich einen Regenschauer und verdirbt es durch eine schwüle stehende Luft dennoch. Der Kingdome ist bis zum zerbersten gefüllt. Heute stehen sich nicht nur zwei Todfeinde gegenüber – die Seattler Seahawks können mit einem Sieg gegen die Pittsburgh Steelers dem Titel zum Greifen nahe kommen.

Das Rund wird von grün-gelben Seahawk-Fans bestimmt, die rot-schwarzen Pittsburgher nehmen aber auch ein Drittel ein, stehen dicht gedrängt und zünden eine Bengalo nach der anderen. Tief in den Blöcken kann man kaum atmen – es stinkt nach Bier, gebratenen Heringen und dem Schweiß von Tausenden Metamenschen. Die Stimmung ist fantastisch!

Wie zwei altertümliche Schlachtreihen stehen sich die Teams gegenüber, als der Anpfiff ertönt. Das Aufeinanderprallen der Helme ist wahrscheinlich in Chicago noch hörbar. Es entwickelt sich ein hochklassiges Spiel, in dem die Seattler konzentriert ihr Programm abspielen, sich jedoch nicht entscheidend absetzen können.

In den letzten Minuten steht das Spiel auf Messers Schneide. Die Nerven sind bis zum Zerreißen gespannt und LoneStar hat alle Hände voll damit zu tun, die Fanlager getrennt voneinander zu halten.

Dann stellen sich Pittsburghs Angriffs- und Seattles Defense-Reihe auf. Das Spiel geht in die entscheidende Phase. Plötzlich erscheint direkt über dem Pittsburgher Fanblock, schwebend, ein gigantischer grüner Vogel, das Seahawk-Maskottchen, das von einem animierten Stahlarbeiter, im rot-schwarz gestreiften Dress, das Maskottchen der Steelers, von hinten ordentlich durchgenommen wird. Aus den Lautsprechern ertönt die Durchsage "Bitte unterlassen Sie magische Illusionen, die das Spiel beeinträchtigen können!"

Ein Pfiff ertönt. Der Ball landet beim Pittsburgh-Quarterback Fin "The Jizz" Flowley, ein Superstar. Wie ein Berserker stürmt er auf die Defense-Reihe zu. Kurz bevor es zum Crash kommt, heult die Hydraulik seiner Cyver-Bockbein laut auf und er macht einen gewaltigen Sprung von 13 Metern, mit dem er die Seattler Verteidigung aushebelt. Einzig der Lefttackel Ahote scheint mit ihm mithalten zu können, als er auf die Touchdown-Linie mit qualmenden Beinen zurast – dieses Manöver hält die Technik offensichtlich nur einmal aus. Mit einem gewaltigen Satz versucht Ahote The Jizz aufzuhalten. Der haarige Riese stürzt auf den Elf und sie verschmelzen zu einem Ball aus Fell und Chrom.

Auf der Touchdown-Linie kommen sie zum Erliegen. Im Stadion herrscht urplötzlich toten Stille. Ein dicklicher Zwerg-Schiedrichter macht sich auf zum Ort des Geschehens. Mit seinen kurzen Beinchen scheint es eine Ewigkeit zu dauern, bis er bei den beiden Spielern er ist. Er schaut nach dem Ball. Er erhebt sich wieder und gibt das Zeichen: "Touchdown!"
Der kleinere Teil der Fans bricht im Jubel aus, der Rest starrt geschockt in die Luft.

LoneStar ist völlig damit überfordert den Abfluss der Massen zu gewährleisten. Es herrscht das völlige Chaos: Gewaltige Trolle brechen heulend zusammen, realisierend das die Meisterschaft wieder einmal futsch ist; Ultra-Fans reißen Stühle aus und werfen sie in den gegnerischen Fan-Block; durstige Orks stürmen den VIP-Bereich. Es ist völlig gleichgültig, ob man das Spiel in einer der Loungen, im Rund oder auf dem Parkplatz auf jemanden wartend , verbracht hat, spätestens vor dem Stadion, wo sich ein Haufen Fans ohne Tickets, Kleinganoven und Hot-Dog-Buden versammtelt haben, schluckt einen das Chaos und gurgelt kräftig.

Die Ultras liefern sich ein wahres Scharmützel und geben einen Drek darauf, dass Unbeteiligte zu Schaden kommen. Natürlich sind diese selten Jesus oder wehrlos und so hat LoneStar schlechte Aussichten die Kontrolle wiederzuerlangen. Die Gefahr realisierend, dass der Mob richtung City zieht und bereit 23 verletzte Kollegen beklagend, gibt der zuständige Kommandant das Kommando zur Einkesselung.

Schild an Schild rücken die Sicherheitskräfte knüppelnd vor, gedeckt von den Wasserwerfern der Citymasters. Allerdings wirkt der Mob keineswegs eingeschüchtert. Vielmehr wird der Kampf mit den verhassten Cops dankend angenommen, was den Kommandant in seinem sicheren Citymaster die Hände über den Kopf zusammenschlagen lässt: Gezielte Angriffe auf LoneStar erfordern nach Vorschrift immer ein Nulltoleranz-Vorgehen, das heißt alle ausschalten oder inhaftieren. Er gibt den Befehl die Masse in kleinere Gruppen aufzuspalten und gibt über Funk den Notruf "Citywar!" durch, was automatisch alle verfügbaren Enheiten zum Stadion ruft.

Nach gut einer halben Stunden ist es den Sicherheitskräften durch den rücksichtlosen Einsatz der Citymasters und den eintreffenden Verstärkungen gelungen, den Mob in kleine Gruppe aufzuspalten und die Lage etwas zu beruhigen.

Eine dieser eingekesselten Gruppen am Rande des Mobs wird Zeuge eines merkwürdigen Ereignisses: Im Rücken der LoneStar-Leute, in einer kleinen Straße, kommt plötzlich ein rennender Mann gebogen. Seine grauen Haare und Bart zeugen davon, dass er etwas älter ist. Seine Statur und seine feine Kleidung lassen ihn stattlich wirken. Jedoch nicht im Moment, da er wie ein fliehendes Reh rennt. Hinter ihm jagt ein Volkswagen Impuls um die Kurve, beschleunigt und rammt den Mann, der mit einem Aufschrei in einen Haufen Mülltonnen fliegt. Ein blonder Mann, mit einer breiten roten Sonnenbrille steigt aus und will scheinbar zu dem Bärtigen hin. Dann wird er den aufmerksam gewordenen LoneStars gewahr und steigt wieder ein. Das Auto setzt mit quietschenden Reifen zurück und verschwindet.

Der LoneStar-Kommandant ist sich bewusst, dass er nicht die gesamte Masse an Leuten inhaftieren kann. Allerdings kann er alle Citymasters vollladen und somit zumindest hartes Durchgreifen demonstrieren und so sein Versagen bisher nivilieren. Aus den Lautsprechern der Citymasters ertönt eine Durchsage: "Sie werden jetzt auf Grundlage des Seattler-Safety-Contracts wegen Randale und Vandalismus inhaftiert. Bitte halten Sie ihre ID bereit und unterlassen Sie in Ihrem Interessen jegliche Gegenwehr!"
Die Sicherheitskräfte packen sich von außen beginnend einzelne und schleppen sie in die Citymasters. Selbstverständlich gibt es viel Gegenwehr, die LoneStar mit entschiedener Härte bricht. Einige dieser armen Opfer öffentlicher Staatsgewalt sehen noch, wie zwei LoneStars zu dem Bärtigen gehen, achselzuckend wohl entscheidend, dass es sich um leichte Beute handelt, und ihn dann in einen Citymaster hieven.

Das LoneStar-Gefängnis ist am überbersten und so werden die Leute in viel zu kleine Ausnüchterungszellen gesteckt mit nur einer Pritsche. In einer dieser Zellen liegt der bewußtlose Bärtige, mit einer Platzwunde am Kopf und nach Abfall stinked. Er ist aber nicht alleine. Bei ihm hocken, genervt und erschöpft ein Typ mit lässigen weißen Seglerschuhen, eine Ogerin, die ganz schön viel Platz einnimmt, ein Typ mit einem Haufen Perlen und Ketten behängt, der in dieser Enge auch noch irgendwelche Übungen machen muss, ein hagerer Kerl, der ständig einen Zeitungsfetzen mit Pferdenamen studiert und einem kleinen Etwas mit gewaltigen Spitzohren.
Was zum Teufel ist das überhaupt? Ein Gnom?
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Beitragvon Peter » Fr 20. Jan 2012, 23:06

Besenreine Übergabe

Kapitel 2: Run, Pink Panther, Run!

Mit einem Kichern macht sich Gainsbourgh an dem Filmautomaten zu schaffen. "Das war meine Idee! Stand mal auf tote Schauspieler... War in meiner wilden Phase."
Nacheinander geht die Gruppe die schmale abwärtsführende Treppe hinab. Gainsbourgh gibt den Code für die Sicherheitstür ein, die sich mit einem Schaben entriegelt.
Hinter der Tür wartet ein alarmierter Abraham Hickson. Er hat sein Business-Outfit durch einen einen grauen Mantel ausgetauscht, seine berüchtigte Pistolenschürze ist voll bestückt.
Als er die Gruppe erkennt wechselt seine Verteidigungshaltung über zu spontaner Freude:
„Ihr seid da! Spooky, dein Geist hat mir berichtet was vorgefallen ist. Ich bin froh, dass ihr alle überlebt habt! Aber Spooky! Bitte warne mich das nächste Mal vor oder benutze ein Telefon!“
Gainsbourgh quiekt: "Mon Papa!" und rennt auf den Bärtigen zu, der tatsächlich einen väterlichen Ausdruck in seiner Miene verbirgt. Die beiden umarmen sich lange. Dann drückt Abraham jedem und jeder der Gruppe fest die Hand und murmelt Worte des Dankes.

Gainsbourgh und Abraham tauschen sich über die vergangenen Ereignisse aus. Hickson nickt geduldig während Gainsbourgh von seinen Fast-Hits erzählt und dieser unterbricht ihn andauernd mit "Mais alors!"s und "Sacre Bleu!"s, als Abraham von seiner ausweglosen Lage berichtet.
"Das Wichtigste ist jetzt natürlich alle die Miles Lanier zu meinem Vetrautenkreis zählt zu warnen und zu schützen. Wir müssen uns im Schatten organisieren, Gains.", schließt Hickson seinen Bericht ab. "Und dafür brauchst du natürlich einen Sahne-Decker, C'est vrai, Big Hick?"
Dieser lächelt, als er antwortet: "Sehr vrai, Gains, sehr vrai."

Nach und nach haben alle Teile der Gruppe ihre vorrangigen Bedürfnisse befriedigt, wie einen Moment der Ruhe auf dem Sofa, ein gekühltes Soybier aus dem Kühlschrank nach dem langen Tag oder das Versorgen von kleineren Blessuren. Manche von denen, die das erste Mal eine Schießerei miterlebt haben, verschwinden unauffällig in ein Gästezimmer um die Unterwäsche zu wechseln.
Sie stoßen in den Besprechungsraum dazu, während Hickson fortfährt:
"Meine Söhne Moses und Jericho sind mit mir zusammen zu Fuchi gestoßen. Moses ist Sicherheitschef in Chicago und Jericho Undercover Agent in Osteuropa für Fuchi-Paneurope. Glücklicherweise konnte ich zumindest Moses kontaktieren. Er ist in Chicago untergetaucht..."
"Und was mit mon cher Jericho?", wird er von einem entsetzten Gainsbourgh unterbrochen.
Hicksons Miene verfinstert sich: "Fuchi ist sehr gründlich bei der Verschleierung der Aktivitäten seiner Agenten und ohne Insiderinformationen tabt man lange im Dunkeln. Ich weiß nicht mal, ob mein Sohn noch lebt..."
Gainsbourghs Unterlippe zittert verdächtig. Dann scheint er sich zusammen zureißen: "Mon Papa! Funktioniert der Matrix-Zugang noch? C'est bone! Pink Panther macht sich sofort auf die Suche! Kein Schwarzes IC und keine Firewall Fuchis wird ihn aufhalten!!!", jault er, springt auf und rennt aus dem Besprechungsraum.

Hickson sieht ihm nach und wendet sich an die Gruppe: "Keine Sorge. Pink Panther ist sein Avatar und keine neue Crittervariante..." Dann wird er wieder ernst: "Lasst euch von seinem..." Pause: "...etwas schrillem Verhalten nicht täuschen. Er ist einer der besten Decker, die ich kenne und ich bin seit langer Zeit im Geschäft. Er wird Jericho finden. Ich habe ihn bei mir aufgenommen, als er - sagen wir - ziemlich viel Ärger am Hals hatte und er ist sehr loyal. Auch ihr gehört jetzt zu seinen Freunden..." Er machte eine Pause und mustert jede und jeden eingehend: "Wie auch zu meinen. Mir ist bewusst, dass ich euch mehr schulde, als die Nuyen. Wahrscheinlich habt ihr euch in Redmond ein paar Feinde gemacht. Aber ich bin davon beeindruckt, dass ihr tut, was getan werden muss.“

Abraham lehnt sich in seinem Chefsessel am Ende des Tisches zurück und der quiettiert dies mit einem Quietschen. Er streicht sich mit einer Hand durch den Bart, während er die Gruppe eindringlich mustert. Zögerlich fährt er fort:
„In den letzten Stunden hatte ich endlich die Möglichkeit meine Gedanken zu ordnen. Wenn ich mit der bisherigen Einschätzung der Lage richtig liege, ist es wahrscheinlicher, dass ich die nächsten Wochen sterbe als überlebe. Und ich muss gestehen mir war anfangs nicht bewusst in was für eine Scheiße ich euch mitreinziehe. Miles Lanier will mich tot sehen und jeden der mir hilft. Ihr wisst wie mächtig dieser Mann ist und ich habe ihn lange genug aus der Nähe beobachten können, um zu wissen, dass er seine Ziele bis zum bitteren Ende verfolgt. Ich habe ihn in der Armee kennengelernt, dort war er Scharfschütze. Ein unglaublich ehrgeiziger Unteroffizier. Er weiß, wie man eine Schlacht schlägt. Auch in den Schatten.“
Wiederum macht er ein Pause. Als er fortfährt hellt sich seine Miene etwas auf: „Aber es gibt auch gute Nachrichten! Ich habe einen alten Freund bei LoneStar kontaktiert. Er hat veranlasst, dass eure Inhaftierungs-Akten und alle Videoaufnahmen um das Gelände auf denen ihr mit mir zu sehen seid gelöscht wurden. Also, können meine Verfolger euch nicht mehr ins Raster bekommen. Es sei denn, die Attentäter im Auto finden euch. Oder diesen Unterschlupf, wenn ihr ihn nutzen wollt. Mehr konnte ich leider nicht tun.“
Gainsbourgh unterbricht das kurze Schweigen nach Abrahams Worten, indem er mit einem rosa Handtuch um den Kopf – er hat offensichtlich noch geduscht – in den Raum platzt: „Mon General Papa! Ich melde, dass es Probleme mit dem Wassertank gibt. Der tropft etwas!“
„Ich komme gleich. Noch fünf Minuten, Gains.“ Dann wendet er sich wieder an die Gruppe: „Wir wickeln jetzt eure Bezahlung ab. 1.500Y für jeden, wie besprochen. Ich werde mich dann auf meine Reise nach Chicago vorbereiten müssen. Mit den LoneStar-Gefallen könnt ihr wieder untertauchen und tun, was ihr vorher getan habt. Natürlich habe ich mich auch etwas über euch informiert... Manche von euch haben einen ehrlichen Beruf! Bleibt am besten dabei! Rund um den Hickson-Clan wird die Luft voll Blei sein, soviel ist klar. Allerdings brauche ich Verstärkung und mein Angebot, dass ihr für mich arbeitet, steht nach wie vor. Ich werde auch weiterhin gut bezahlen. Ich arbeite aber nur mit Leuten, die wissen, worauf sie sich einlassen und sich frei entscheiden können.
Überlegt es euch!“
Abraham steht auf und streckt sich zur vollen Größe. Er öffnet den Waffenschrank an der Rückwand des Besprechungsraums und fängt an seine Pistolen zu verstauen. Mit dem Rücken zur Gruppe gewandt, fährt er fort:
„In einer Stunde sollte meine Fahrerin Branca eintreffen. Mein Flug nach Chicago geht Übermorgen. Wenn ihr nochmal mit mir hier redet wollt, ist dass dann die letzte Gelegenheit. Falls ihr anderer Wege geht... Lebt wohl!“ Er hält kurz inne und verlässt dann den Besprechungsraum.
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Re: STORY

Beitragvon Peter » Do 2. Feb 2012, 02:07

Besenreine Übergabe

Kapitel 3: Das Einsatzteam "Shouryou"

Pink Panther hält sich mit dem Schwanz an einer Straßenlaterne fest, baumelt kopfüber mit verschränkten Armen. Er raucht eine Pfeife. Unter ihm rast die Datenautobahn vorbei. Auch wenn der Decker unbeschäftigt scheint, laufen seine Prozessoren auf Hochtouren. Er befindet sich in einem Art Kapitänsmodus und überwacht die Arbeit der Smartframes, die er programmiert hatte.Wie gewaltige Heudrescher schmeißen diese Datenpakete in seinen Speicher. Pfeife rauchend macht Pink Panther sich daran, die Ergebnisse zu sichten und auszusortieren, was keine Hilfe ist.
„Tres bien, was haben wir bisher...“ Schmaukend blättert er durch das Dossier, das er dem gesamten Hickson-Clan und seinen Helfern zur Verfügug stellt:

Einsatzteam „Shouryo“

Schwer nachweisbare Verbindung zu Renraku Computer Systems über die sibirische Sicherheitsfirma Goliag. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über den gesamten Globus, vorwiegend wurde bisher im Asiatischen Raum operiert. Der Konzernmagier Aiko ist das Sprachrohr der Gruppe, vor allem im kanado-amerikanischen Raum. Der Anführer ist allerdings ein gewisser Dakee, über den kaum etwas bekannt ist. Gerüchte sagen, er ist das Produkt vergangener Cyberforschungen des russischen Militärs. Weitere Mitglieder der Gruppe sind die beiden Koborokurus Akito und Chiko, die als tödliches Kampftandem und unzertrennlich gelten, der Drohnenriggerin Brazil für die Aufklärung, dem Fahrer Otousan, und dem Decker Boutsan.
Das Einsatzteam „Shouryo“, was aus dem japanischen übersetzt Jäger oder Hetzer heißt, ist bekannt dafür, für Renraku Eliminierungsaktionen durchzuführen. Die Schlagkraft steigt und fällt erwiesenermaßen mit der Anwesenheit des Anführers Dakees. Seine Rolle scheint etwas zwielichtig, da er scheinbar häufig auf eigene Faust in Asien operiert und sein Team ohne ihn klar kommen muss. Mit ihm als Anführer haben sie noch nie ihr Ziel verfehlt.


Pink Panther lässt seine Pfeife in einer Bauchfalte verschwinden: „Mais alors, das wird den Jungs und Mädels aber nicht groß weiterhelfen...“ Mit geschmeidigen Schritten überquert er eine kotzgrüne Wiese, die Äpfel an den Bäumen leuchten knallig rot. Plötzlich wird Pink Panther von einem Piepsen aufgeschreckt. Eines seiner Meldeprogamme in Form einer weißen Maus ist aus einem Loch im Boden aufgetaucht und erstattet piepsend Bericht. Pink Panther hört aufmerksam zu und schlägt spontan vor Freude die Hacken aneinander: „Das sind doch mal tuffige Nachrichten!“

Mit Lichtgeschwindigkeit rast er als pinker Streifen zu einem Ort in der Matrix. Seine Konzentration war an einem Hochpunkt angelangt, da ihm bewusst war, dass die kleine Falle, die er gestellt hatte, ihnen einen entscheidenden Vorteil einbringen kann. Am Ziel angekommen, der Darstellung eines düsteren Hinterhofs, aktiviert Gainsbourgh sein Tarnprogramm, indem er eine Persona aus dem Datenspeicher lädt. „Mal sehen, ob sich die Nuyen an den Fuchi-Exec bezahlt machen.“, denkt er aufgeregt, als er in den Hinterhof geht. Zur angegebenen Zeit löst sich aus einem Schatten eine dunkle Gestalt und kommt auf ihn zu. Er erkannte die Persona des Deckers Boutsan, ein nichtsagender Kerl mit großem Schlapphut.
„Jimmy Spikely?“
Pink Panther nickte nur. Desto weniger er redete, desto größer die Chance, dass seine Täuschung gelang.
„Und? Was hast du? Verschwende ja nicht meine Zeit...“
Pink Panther wählte jedes seiner Worte gründlich aus: „Ich weiß von einem kommenden Treffen der Fuchi-Sicherheit mit Hickson. Er ist wieder aufgetaucht.“
„Wann und wo?“, Boutsan schien den Köder zu schlucken.
„Das erfährst du, wenn ich meine 20.000 habe.“
Boutsans Persona schien für einen Moment einzufrieren. „Wahrscheinlich berät er sich mit den anderen.“, dachte Gainsbourgh.
„OK, vereinbaren wir ein Treffen. Ich bringe das Geld mit.“
„Sehr gut. Ich werde einen geeigneten Ort aussuchen und euch nochmal kontaktieren.“
„OK.“, Boutsan schien zufrieden zu sein. Seine Persona wandte sich zum Gehen. Gainsbourgh nutzte diesen unbeobachtenten Moment und aktivierte ein Spionageprogramm. Auf dem Rücken Boutsans Persona erschien ein pinker Smileybutton, als dieser in den Schatten verschwand.
„Sehr gut“, dachte Gainsbourgh, „das wird helfen ihre sicheren Leitungen offen zu legen... Vielleicht. Immerhin kann man nie wissen, wer ein Doppelspiel betreibt.“, das hat Abraham Hickson ihm beigebracht.

Sehr zufrieden mit sich, lässt Pink Panther sich auf einer weißen Wolke treiben. Über verschlüsselte Nachrichten setzte er die Anderen über sein gelungenes Manöver in Kenntniss: Das Einsatzteam „Shouryou“ wartet auf eine Nachricht von einem vermeintlichen Fuchiverräter, der Zeit und Ort eines Treffens von Abraham und Fuchis Sicherheit angibt zu kennen. „Schade, dass Jericho nicht da ist, er liebt Hinterhalte.“, dachte Gainsbourgh. Für einen Moment gibt er sich müssigen Gedanken hin. Auf einer grünen Tafel macht er sich Notizen für neue Songs. Er ist so in seine Komposition vertieft, dass er fast verpasst, wie sein Spionageprogramm versucht ihn zu alarmieren.
„Sacre bleu, da will wohl jemand Bericht erstatten, wollen wir mal reinhören...“ Über sein Spionageprogramm gelingt es Gainsbourgh dem Signal über verschiedene Stationen zu verfolgen und sich unbemerkt in das Telefonat einzuhacken und es mitzuschneiden.

„Meister, ihr wolltet, dass ich euch kontaktiere. Wie geht es euch?“
„Abraham Hickson ist noch am Leben.“
Gainsbourgh horchte kurz auf. Die erste Stimme wies eindeutige Parallelen mit den Stimmproben des Magiers Aiko auf. Die zweite Stimme allerdings schien ihm völlig unbekannt. Sie wirkte unnatürlich rau und kratzend.
„Ja, Meister, er scheint etwas geahnt zu haben. Oder er ist informiert worden. Später dann hatte er unerwarteterweise Hilfe...“
„Er hat Instinkt. Du hast ihn unterschätzt.“
„...nun ja, aber es gibt auch gute Nachrichten. Vielleicht haben wir da eine heiße Spur... Und der Vorstand hat einen Zug Roter Samurais unter mein Kommando gestellt.“
„Unter MEIN Kommando. Du unternimmst nichts bis ich mit Akito und Chiko eingetroffen bin.“
„Ihr kommt her?“
„Ja, ich komme nach Seattle. Ich bringe es zu Ende.“
„Ja, Meister. Wir erwarten euch.“
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Re: STORY

Beitragvon Peter » Fr 3. Feb 2012, 16:11

Eine persönliche Angelegenheit

Kapitel 1: Eine Reporterin

Phenix parkt gekonnt ein und verabschiedet sich von Curtis, der bereits mit der Nase in einer Sportzeitung steckt. Er steigt aus und wechselt noch einen Blick mit Flyer, die sich gierig eine Kippe anzündet. Wenn es Ärger gibt, sind beide zur Stelle, da war sich Phenix sicher. Der Rest der Gruppe hat sich erschöpft verstreut oder ist in den Unterschlupf zurückgekehrt. Phenix geht zum Eingang, des Red Salons, registrierend, dass seine Beine weich wie Gummi sind. Der letzte Schlaf und die letzte Mahlzeit scheinen Ewigkeiten her zu sein.

Der Red Salon ist ein gemütlicher Diner in Everett. Phenix blickt sich um und entdeckt Dana Musile in einer separaten Ecke. Die Newsnet-Reporterin trägt einen unauffälligen Hosenanzug und den mit grauen Strähnen durchzogenen Blondschopf zu einem Zopf gepflochten.

"Hallo, Phenix, du siehst scheiße aus."
"Ich bin seit gestern Abend auf den Beinen... Aber das hier erlaubt keinen Aufschub."
Nach Konzentration ringend schildert Phenix die Geschichte von Spooky und Gruschna und die Ereignisse der letzen Nacht. Er händigt ihr die wahllos zusammengerafften Daten, die selbstgemachten Fotos und die erbeutete Kamera aus. Während Phenix sich ein saftiges Steak bestellt und anfängt zu mampfen, schaut sich Dana das Material an.

"Die Fotos erzeugen einen guten Überblick der Anlage... Deshalb die Gasexplosion! Das ist zu platt."
Angewiedert legt sie die Fotos aus der Hand und schaut sich an, was auf der Kamera ist.
Nach einer Weile - sie scheint etwas blasser geworden zu sein - schließt sie die Wiedergabe: "Das ist widerlich! Dieser Film dokumentiert zweifelsohne Forschungsmethoden, die von der konzernübergreifenden Ethikselbstverpflichtung ausgeschlossen werden. Das wird die zwar nicht ruinieren, aber peinlich wird denen das schon das sein. Ich erkenne einige der Wissenschaftler - die arbeiten für ViroNet einer Tochter von Mitsuhama... Das ist eindeutig."
Mit sich steigender Erregung studiert Dana die geklauten Daten. Das dauert eine ganze Weile.
"Das ist ein Knaller, Phenix! Diese Daten, auch wenn es nur Fragmente sind, lassen die Theorie zu, dass ViroNet am MMV-Virus geforscht haben..."
Phenix starrt sie mit vollem Mund an und weiß nicht so recht, was jetzt sein Part sein soll. Die Reporterin fährt fort: "Das ist ja auch nicht die Crux an der Sache..."
"Die Crux?"
"Der Hammer ist, dass ihre Forschungen scheinbar nicht in die Richtung gehen den Virus zu heilen oder einzudämmen. Nein, sie scheinen daran zu arbeiten, den ältesten und gefährlichsten Virus der Geschichte zu mutieren und nutzbar zu machen."
Die Reporterin lehnt sich für einen Moment zurück und sammelt ihre Gedanken. "Phenix! Ich kaufe deine Story. Hier sind schon mal 10.000Y - meine gesamte Spesenkasse. Aber ich sage dir ehrlich, das ist Headliner-Material! Da sind nochmal 50.000Y für dich und deine Helfer drin... Deal?"
Phenix schlägt ein und die Reporterin fährt aufgeregt fort. Phenix bemerkt, dass die Aufregung sie um zehn Jahre jünger wirken lässt.
"Danke, dass du als erstes mich gefragt hast. Du weißt bestimmt, dass du bei einem konkurrierenden Konzern weit mehr hättest absahnen können. MMVV ist nach wie vor ein heißes Eisen. Ich weiß, das zu schätzen..."

Mit einem großen Schluck, stürzt sie ihren restlichen Cappucino runter. Sie reicht Phenix die Hand: "Danke nochmal. Ich melde mich bei dir, wenn die Story fertig ist und ich deinen Lohn habe. Ich werde mich gleich an die Arbeit machen. Ich muss einen Haufen Leute informieren und einen verdammt guten Artikel schreiben. Phenix, pass auf dich auf. Jetzt erst recht, OK?"
Eilig packt sie das Material zusammen und verlässt den Red Salon. Phenix starrt auf seinen leeren Teller. Draußen wird es schon wieder hell und blasse Sonnenstrahlen schimmern durch den Smog.
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Beitragvon Peter » Fr 24. Feb 2012, 14:16

Die Kinder vom Schrottplatz

Kapitel 1: Schlacht um Redmond North

Big Bob ist auf den höchsten Haufen gestiegen. Von dort überblickt er seinen gesamten Schrottplatz. Sein Haus, die Barracke der Kids, seine Garage. Wehmütig denkt er daran, wie er damals als junger Ork diesen Ort besetzte und mit viel Fleiß seinen Betrieb aufbaute, wie er mit Schrott, mit alldem was andere wegwarfen sich ein anständiges Leben aufbaute.

Und jetzt ist all das bedroht. Sein Blick wandert in die Weiten der Barrens, die Nacht hell erleuchtend durch ihr Licht, durch brennende Mülltonnen, durch Seelen die erlöschen. Es riecht nach Blut und Elend. Es riecht nach Tod. Er lebt schon sein ganzes Leben in den Barrens. Er spürt jede Veränderung. Er weiß, dass Waffenhändler bis auf die letzte Patrone leer gekauft, Barrikaden errichtet und Ganger aus allen Teilen Redmonds zusammengezogen werden. Der gewaltige Ork schüttelt sich, als ein eiskalter Schauer seinen Rücken hinunter läuft.

"Big Bob, warum willst du uns wegschicken?", fragt die kleine Tisha an seiner Hand. Der Angesprochene ist kurz verduzt, da er schon so sehr daran gewöhnt ist, dass das braunäugige Mädchen an ihm hängt, dass er manchmal vergisst, dass sie da ist.
Er räuspert sich umständlich bevor er antwortet: "Ja, Kleine, es muss leider sein. Aber nur für eine kurze Weile."
"Aber warum bist du dann so traurig, Big Bob?"
Der Ork zwingt sich zu einem Grinsen, das seine Riesenhauer gefährlich nahe an seine Augen steigen lässt: "Aber ich bin doch garnicht traurig, Tisha!"
Als das dunkelhäutige Mädchen ihn einfach stumm aus großen, weisen Augen anschaut, erstirbt sein Lächeln. Er konnte ihr nichts vormachen. Sie blickte schon immer durch seine Augen direkt in seine Seele. Seitdem Tag als er sie als Säugling in eine löchrige Decke gehüllt, in einem alten Chevi gefunden hatte, den er ausschlachten wollte. Aber er durfte jetzt nicht weich werden. Mit der bösesten Stimme, die er bei dem zuckersüßen Mädchen hinbekommt, schimpft er:
"Tisha! Ich dulde jetzt keine Widerrede! Geh zu den anderen und packt eure Sachen. Sofort!"
Die Gescholtene trottet protestierend davon, murmelnd: "Ich will aber nicht in den Untergrund! Da stinkt es!"

Big Bob stampft voran, Tisha und ihr Gepäck tragend. Sie hatte recht. Es stank erbärmlich in der Kanalisation der Barrens. Es war dunkel. Es war feucht. Aber er kannte sich hier aus. Hinter ihm trotten seine Schützlinge, bepackt mit den wenigen Habseligkeiten, die sie haben.
Als er den ausgemachten Treffpunkt erreicht hat, wendet er sich an an die Gruppe:
"Wir treffen uns hier mit Freunden von mir. Sie werden sich um euch kümmern, bis an der Oberfläche wieder Ruhe eingekehrt ist." Als Antwort erhält er ein störrisches Gemurmel und Geschimpfe.
Nach einer Weile nährt sich der Gruppe eine Ork-Frau mit zwei gefährlich ausschauenden Trollen. Der Ork-Frau ist ein Hauer abgebrochen, sie ist am ganzen Körper mit einem Stacheldraht-Muster volltätowiert. Sie spricht Big Bob an: "So war das nicht abgemacht, Bruder. Da sind Norm-Kinder dabei. Die haben bei uns nichts verloren."
Dieser erwidert: "Ihr seid mir was schuldig, Zora. Vergiss das nicht. Ihr nehmt alle meine Kids bei euch auf oder ihr könnt eure Ersatzteile woanders auftreiben."
Eine eisige Mauer des Schweigens steht für einen ewigen Moment zwischen den beiden Orks.
"OK, für eine kurze Weile. Dann holst du deine Balger wieder ab. Verstanden, Bruder Big Bob?"
"Verstanden, Schwester."

Als Big Bob wieder seinen Schrottplatz erreicht hat, erkennt er den Ort nicht wieder. Er wirkt tot und stumm. Keine Kinder, die spielen. Kein Taifun, der Klimmzüge macht. Kein Smitty, der ständig rumheult, er habe Hunger. Keine Tisha, die ihn vollbrabbelt.
"Big Bob, willst du wissen was passieren wird?", hatte sie ihn gefragt, als er sie zum Abschied umarmte.
"Nein, meine Kleine, das will ich nicht.", hatte er geantwortet.
Schwermütig geht er zu seinem Schrank und entnimmt ihm seinen Vorschlaghammer und seine Enfield. Er lädt die rostige Schrottflinte und holt sich ein eiskaltes Soybier aus dem Kühlschrank.
Er lässt sich auf seiner Veranda nieder und öffnet mit einem Zischen das Bier.
"Vielleicht ist es mein Letztes.", denkt er sich und nimmt einen langen Schluck.
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Re: STORY

Beitragvon Peter » Sa 3. Mär 2012, 23:32

Eine persönliche Angelegenheit

Kapitel 2: Die Attentäterin

Das Büro des Sonderermittlers Takore Takayashi besticht durch einfache Funktionalität. Er sitzt am leeren Schreibtisch und aktiviert seinen holografischen Datenspeicher. Mit einem Handstreich öffnet er eine Datei namens "Vironet". Eine Reihe von Berichtsdateien erscheinen vor ihm.
Takayashi lehnt sich zurück und steckt sich eine Zigarette an, während er die Berichte durchgeht.

"Analyse der Lackprobe"; "Bericht der Abteilung Magische Analyse"; "Sammelakte Schattenaktivitäten Redmond North"; "Fotos der Forschungsanlage"; "Ballistische Profile der Tatwaffen"; "Protokolle der Verhöre des Vironet Forschungspersonals"


Der Sonderermittler bringt sich auf den neusten Stand der Ermittlungen und lehnt sich zufrieden in seinen Sessel zurück. "Es wird Zeit für den ersten Streich", denkt er zufrieden, als er die Zigarette ausdrückt. Er wählt die Zentrale an, das Gesicht der Empfangsdame erscheint vor ihm.
"Schicken Sie sie rein."
"Sofort, Takayashi-San!"

Einen Augenblick später öffnet sich die Tür zu seinem Büro und eine junge Frau im Konzernoutfit tritt ein. Sie setzt sich Takayashi gegenüber, der in Ruhe ihren langen Beine mustert. Er steckt sich eine weitere Zigarette an, während er das Gespräch eröffnet:
"Agentin 43, ich habe einen sehr wichtigen Auftrag, der keinen Aufschub erlaubt. Die Interessen unseres Mutterkonzerns sind ernsthaft gefährdet."
"Davon habe ich gehört, Takayashi-San. Bei allem Respekt. Der Flurfunk in dieser Abteilung ersetzt jedes Zeitungslesen." Die Frau versucht gleichzeitig selbstbewusst aber nicht überheblich zu klingen.
"Nun, ich entnehme ihrer Akte, dass Informationsbeschaffung schon immer eine ihrer Stärken war." Der Sonderermittler scheint wenig beeindruckt zu sein von dem Charme der Schönheit.
Er fährt fort: "Bisher haben Sie alle Ihre Aufträge zu unserer Zufriedenheit erledigt, Agentin 43. Sie stehen kurz davor eine Gehaltsstufe aufzusteigen. Alles sehr vielsprechend. Allerdings sind sie sehr spät Teil unserer Familie geworden. Manche ihrer Vorgesetzten könnten der Meinung sein es bedarf eines weiteren weitreichenderen..." Takayashi macht eine Pause, als suche er nach dem richtigen Wort. "...Loyalitätsbeweis."
Mit einer geschmeidigen Handbewegung öffnet er das Potraitfoto der Zielperson und beobachtet sehr genau wie die Agentin reagiert.
Die Frau wirkt als sehe sie einen Toten. "Er ist das Ziel?", fragt sie stotternd.
"Ja, Agentin 43. Ist das ein Problem?"
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